Die Herstellungsmethode hat einen erheblichen Einfluss auf die thermophysikalischen Eigenschaften von Diamant-Kupfer-Verbundwerkstoffen. Zu den gängigen Vorbereitungsmethoden gehören das Hochtemperatur-Hochdruckverfahren (HTHP), die Flüssigphaseninfiltration, das Entladungsplasmasintern und das Vakuum-Heißpresssintern.
Das Hochtemperatur-Hochdruckverfahren schmilzt Kupferpulver bei hohen Temperaturen zu einer Kupferschmelze und übt mithilfe einer sechsseitigen Presse hohen Druck aus, um dichte Diamant-/Kupfer-Verbundwerkstoffe herzustellen. Diese Methode liefert Verbundwerkstoffe mit hoher Dichte, hohem Diamantvolumenanteil und ultrahoher Wärmeleitfähigkeit und zeichnet sich durch eine kurze Verarbeitungszeit und hohe Effizienz aus. Diese Methode erfordert jedoch raue Verarbeitungsbedingungen, hohe Produktionskosten und ist auf die Herstellung in kleinem Maßstab beschränkt.
Bei der Flüssigphaseninfiltrationsmethode werden Diamantpartikel zu einer Vorform mit einem bestimmten Grad an Festigkeit vorbereitet, wonach geschmolzenes Kupfer durch Kapillarwirkung oder Druck in die Lücken zwischen den Diamantpartikeln gefüllt wird. Beim Abkühlen entsteht ein Verbundwerkstoff. Bei der drucklosen Infiltration muss der Verbundwerkstoff über einen längeren Zeitraum auf einer Temperatur über dem Schmelzpunkt des Matrixmetalls gehalten werden, um eine Infiltration durch Kapillarwirkung zu erreichen. Allerdings erfordert dieser Prozess eine gute Benetzbarkeit zwischen der Verstärkungsphase und der Matrix und weist eine geringe Infiltrationseffizienz auf.
